Täglicher Wahnsinn
Gestresst sitze ich am Abend an meinem Lieblingsplatz und versuche mir klar darüber zu werden, was heute geschehen ist. Wie schon so oft in der letzten Zeit war der Tag gezeichnet von Hektik und Stress. Was bleibt ist die Leere am Abend, die Frage, wohin all die Stunden geflossen sind und die Erschöpfung des Körpers.
“Stress entsteht aus Widerstand gegen das, was ist.”
Dieses Zitat geht mir im Kopf herum. An welchen Stellen war der Widerstand? Waren die Dinge heute nicht eine Aneinanderreihung von Verpflichtungen und Reaktionen auf Ereignisse, sowie Planungen für noch so wichtige Dinge in der Zukunft. Dinge, die getan werden müssen?
Der “Widerstand”, von dem das Zitat sprich, erinnert mich an meinen Hang, alles zu planen und organisieren zu müssen. Dabei kreisen meine Gedanken jedoch ständig um Dinge in der Zukunft. Oder besser gesagt, um eine der möglichlichen zukünftigen Entwicklungen. So gesehen lasse ich Dinge nicht zu, sondern ich versuche diese so zu verbiegen, dass diese für mich passen. Doch dies ist ein nutzloses Unterfangen, weil die meisten dieser Ereigenisse nicht zu planen sind, sich nicht organisieren lassen oder diese vielleicht doch ganz anders eintreten als geplant.
Die Folge davon ist eine ständige Gedanken und Sorgenflut in meinem Kopf. Ein ständiges Springen von einem Problem zum nächsten. Gedankenstress!
Nachdem es mir wieder einmal klar wurde, was hier geschieht kann ich endlich STOPP rufen.
Das STOPP im Leben
Wir haben als Menschen 3 unterschiedliche Zeiten, in denen wir uns normalerweise bewegen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Wenn wir darüber nachdenken, welchen Einfluß wir auf welche dieser Zeiten haben, so komme wir zum Schluss, dass lediglich die Gegenwart, das Jetzt, für uns im Zugriff steht.
Die Vergangenheit ist für uns erst einmal nicht änderbar. Unsere aktive Rolle in dieser (scheint) erst einmal vorbei. Daher bringt uns das ständige Nachdenken über die Vergangenheit nicht weiter, sondern hindert uns eher daran, unsere Gegenwart bewußt zu steuern. So wird aus dem momentanen Augenblick wieder Vergangenheit, ohne dass wir diesen bewußt ausleben konnten. Wir erinnern uns an das Zitat, dass Stress entsteht, wenn wir uns dagegen wehren, was ist (was war).
Die Zukunft ist für uns noch schwerer fassbar. Unsere Gedanken kreisen um eine der möglichen Varianten der Zukunft. Diese ist nicht jedoch nicht festgeschrieben. Eine Entscheidung im Jetzt kann die Zukunft komplett ändern und unsere Gedanken waren umsonst.
Die Magie des Jetzt
“Jetzt ist der Moment der Macht”
(4. Grundprinzip im HUNA-Schamanismus)
Daher kehren wir zurück zur Magie des Jetzt. Das Jetzt bestimmt die Zukunft und wird bereits im nächsten Augenblick zur Vergangenheit. Somit haben wir die Macht, Vergangenheit und Zukunft zu beeinflussen. Im Hier und Jetzt.
Holen wir also bewußt unsere Aufmerksamkeit und Energie zurück ins Jetzt.
Doch wie geht das? Hierzu einige Ideen und Vorschläge:
- Sich selbst ein STOPP setzen
- Einsatz von Langsamkeit
- Atemmeditation
- Bewußtmachen des Ist-Zusandes
Ich werde in den nächsten Tagen einige der o.g. Punkte noch in eigenen Artikeln beschreiben. Zudem finden Sie im Netz und in Büchern mehr als gute Anregungen hierzu.




